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Gelenkschutz - Gelenkschonendes Arbeiten

Unser Körper wird es uns danken

Führen Therapeut*innen vor allem motorischfunktionelle Behandlungen durch, kann es schnell vorkommen, dass deren eigene Hände anfangen zu schmerzen oder sich Deformitäten bilden.

Ina Maywald gibt Tipps, wie Therapeut* innen zum Beispiel in der Handtherapie gelenkschonend arbeiten können.


Ein Artikel von Frau Ina Maywald, erschienen in der Fachzeitschrift "ergopraxis", Ausgabe 11-12/23

Mit freundlicher Genehmigung des Thieme Verlags.

Link: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2132-8995

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Leseprobe:

„Ich liebe meinen Beruf, aber ich weiß nicht, wie lange ich diesen durchhalte.“ Mit dieser und ähnlichen Aussagen und Fragen wurde ich nach meinem Vortrag „Rhizarthrose – konservative Therapie“ auf dem Ergotherapie-Kongress 2023 in Würzburg konfrontiert.

Neben inhaltlichen Fragen wurde ich auch auf Themen angesprochen bezüglich des „Eigenschutzes“:
Wie kann ich mich als Ergotherapeut*in und meine Hände schützen, sodass ich die nächsten 30 Jahre noch in der Handtherapie arbeiten kann?

Viele Auszubildende berichteten, dass sie während ihres motorisch-funktionellen Praktikums bei ihren Anleiter*innen bereits Verschleißerscheinungen in Form von beginnender Rhizarthrose, Deformitäten an den Langfingern oder Schmerzen in den Händen beobachten konnten.

Diese Situation schreckt viele Auszubildende ab, und das zu Recht.

Handtherapie ist „Handarbeit“ → Die handtherapeutische Therapie ist zum größten Teil „Handarbeit“.
Es wird viel über manuelle Techniken (etwa Kompression, Traktion, 3D-Mobilisation, detonisierende Techniken, Narbenbehandlung) gearbeitet. Damit bereitet man Gelenke zum Beispiel für einen

physiologischen Bewegungsablauf vor. Dabei werden neben kleinen Fingergelenken auch große, kraftfordernde Bereiche behandelt.

Bei länger ruhiggestellten Hand oder Ellenbogengelenken wird schnell klar, dass neben fachlichem Wissen auch die eigene körperliche Kraft gefordert ist.

Die strukturelle Arbeit am Gelenk und die Techniken an den Geweben sind oft zu Beginn eines Behandlungszyklus intensiver. Die kleinen Gelenke sind dabei aber auch nicht zu unterschätzen.

Diese kleinen punktuellen Handgriffe müssen präzise angebracht werden, damit der erwünschte Effekt erreicht wird. Um dies zu gewährleisten und den eigenen qualitativ hohen Anspruch zu erfüllen, achten Therapeut*innen nicht auf sich selbst. Es wird in unphysiologischen Fingerbewegungen und Körperhaltungen gearbeitet.

Wenn dies über eine längere Zeit praktiziert wird, kann dies sowohl zu Veränderungen in der eigenen Gewebs- und Gelenksstruktur sowie zu Kompressionen in den Nervengebieten führen.

Dabei treten besonders gehäuft Arthrosen in den distalen Interphalangealgelenken (DIP) des Zeigefingers, Rhizarthrose, Karpaltunnelsyndrom, Sulcus-ulnaris-Syndrom und Schmerzen im Rücken, Schulter und/oder Handbereich auf.

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